polyme(e)r

Es gibt wohl kaum einen Stoff, der sich so unangenehm anfühlt auf der Haut wie Polyester – besonders im Sommer.

Als würde unser größtes Sinnesorgan sich gegen dieses synthetische textile Gewebe wehren.

Bereits vor vielen Jahren habe ich „intuitiv“ sämtliche Polyester-Kleidung aus meinem Kleiderschrank verbannt.

Damals wusste ich noch nicht, dass im Gewebe enthaltenen künstlichen Polymere auch aus Erdöl gewonnen werden – genau wie Plastik und Kunststoffe.

Eine Studie der International Union for Conservation of Nature ergab, dass zurzeit 35 Prozent des primären Mikroplastiks im Meer vom Faserabrieb der Textilwäsche stammt“. Link

Also gut 1/3! Als ich das las – hat es mich aus den Socken gehauen. Bislang war es für uns Verbraucher „ausreichend“, die Plastik-Verpackungen im Supermarkt möglichst zu meiden – alternativ im Bio-Laden oder auf dem Wochenmarkt einzukaufen.

Ich frage mich, wieso nach diesen Erkenntnissen nicht auch der textilen Produktion von Polyester gesetzlich Einhalt geboten wird?

Namenhafte Marken und medial sehr präsente Designer

verkaufen ihre aktuellen „Polyester“ Sommer-Kollektionen – auch im mittleren und hohen Preis-Segment. Recyceltes Polyester wird u. a. von einer großen schwedischen Modemarke als consious gelabelt.

Der im wahrsten Sinne des Wortes Billig-Stoff ermöglicht höhere Gewinne – zu Lasten der Umwelt – Mikroplastik gelangt  über Atmung und Nahrung in den menschlichen Organismus.

#polyester – auch hier hilft nur Boykott und Augen auf beim (Online) Shopping.

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